Frühes Verproben bringt Sicherheit (Teil 3 / 6)

von Lars Guillium am 7. April 2021

Liebe LeserInnen,

in den ersten beiden Teilen unserer Serie zur DUBBEDOS haben wir bereits über das Team, das Business Model Canvas und Kundenbedürfnisse berichtet. Heute geht es um frühes Verproben und Sicherheit im Geschäftsmodell.

Wenn wir neue Produkte mit agilen Werkzeugen entwickeln, gibt uns der Lean-Startup-Ansatz von Eric Ries eine Antwort auf die Frage: Hat dieses Produkt eine Chance auf Erfolg? Dabei geht es vor allem darum, übermäßige Investitionen zu vermeiden und sich zunächst über reale Rückmeldungen von Kunden ein Feedback dazu einzuholen. Mit diesem Feedback reduziert man zu einem sehr frühen Zeitpunkt Risiken im Geschäftsmodell und vermeidet übermäßige Investitionen in ein Produkt, das der Verbraucher entweder gar nicht benötigt oder aber nicht kaufen würde.

Ganz ohne Produkt geht es nicht.

Um dieses Feedback zu bekommen, muss man aber zunächst mal das Produkt in einer kleinen Menge produzieren. Im Fall der DUBBEDOS war das vor allem eine Frage der richtigen Partner. Ein kleiner Ausflug die Welt der Getränkedosen macht das deutlich: die Mindestabnahmemengen für Getränkedosen, wie man sie aus dem Supermarkt kennt, liegen bei 150.000 Dosen. Und das für jede Sorte eines Getränks. Wenn man also beispielsweise mit zwei Sorten an den Markt gehen möchte, muss man schon in 300.000 Getränkedosen investieren. Für ein Startup ist das eine große Investition. Und das, ohne zu wissen, ob das Getränk überhaupt vom Verbraucher akzeptiert wird.

Also haben wir uns auf die Suche nach Partnern gemacht, die für uns die Getränkedosen auch in kleineren Mengen abfüllen und sind nach einigen E-Mails, Gesprächen und (ja, teilweise auch erfolglosen) Kontaktanfragen auf ein Unternehmen gestoßen, das sich genau auf dieses Segment spezialisiert hat und auch die Abfüllung in kleinen Chargen anbietet. Ganz nebenbei war dieses Unternehmen auch auf die Abfüllung von Weinprodukten spezialisiert – für uns also ein echter Glücksgriff. Mit diesem Partner waren wir uns schnell einig, dass wir zum Start eine kleine Serie mit den beiden Weinschorle-Klassikern abfüllen: Riesling-Schorle und Rosé-Schorle.

DUBBEDOS

Nun blieb nur noch die Frage nach dem richtigen Wein. Für die DUBBEDOS musste es natürlich ein leckerer Wein aus der Pfalz sein. Und vor allem sollte der Partner in der Lage sein, für spätere Abfüllungen auch große Mengen zu liefern. Auch hier waren wieder Recherchen, E-Mails und Gespräche und diesmal vor allem Weinproben angesagt. Und wer schon Weinproben erlebt hat, kann sich vorstellen, dass wir hier neben dem ersten Business auch ziemlich viel Freude und Spaß erlebt haben.

Nachdem wir auch das passende Weingut gefunden hatten, stand die Rezepturentwicklung und natürlich die erste Abfüllung auf dem Programm. Mit den ersten abgefüllten Dosen hatten wir eine hervorragende Grundlage, um unsere Weinschorle mit echten Kunden zu verproben und auf deren Feedback aufzubauen. Und mit insgesamt 4.000 statt 300.000 Dosen konnten wir Investitionen und damit Risiken in der Startup-Phase minimieren. Gleichzeitig hatten wir mit der Auswahl unserer Partner auch die Voraussetzung geschaffen, um im Fall der Fälle schnell auch große Mengen produzieren zu können.

Mehr zu Lean Startup findet ihr in unserem Buch HENDRIK, WIR BRAUCHEN WAS NEUES! ab der Seite 110. Dort ist auch der Build-Measure-Learn Kreislauf erläutert.

Und wie das Feedback der ersten Kunden ausgefallen ist, berichte ich nächste Woche. Dann geht es um das Thema: Planänderung – Feedback von Kunden kann kurzfristiges Handeln erfordern. Die DUBBEDOS und den Webshop findet ihr unter https://www.dubbedos.de oder folgt ihr auf Instagram oder bei Facebook.


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