Kundenbedürfnisse und Prototypen (Teil 2 / 6)

von Lars Guillium am 29. März 2021

Liebe LeserInnen,

im ersten Teil unserer Serie haben wir über die Idee, das Team und das Business Model Canvas zur DUBBEDOS berichtet. Heute geht es um die Kundenbedürfnisse.

Im agilen Arbeiten geht es vor allem darum, bessere Produkte für die Kunden zu entwickeln. Und mit der Kernidee, eine leckere Weinschorle so praktikabel wie möglich für unterwegs anzubieten, decken wir schon ein Bedürfnis.

Aber wie findet man heraus, welche Faktoren den Kunden noch wichtig sind?

Dafür muss man raus – weg vom eigenen Schreibtisch und hin zu den möglichen Kunden. Also haben wir viele Gespräche geführt: spontane und geplante. Wichtig war uns dabei das Zuhören und nicht strukturierte Interviews mit Skalenabfragen von 1 bis x durchzuführen. Denn wenn die Menschen frei erzählen können, kommen spannende und mitunter überraschende Fakten ans Licht. In unserem Fall hat sich zwar keine allzu große Überraschung ergeben, aber wir hatten nach den Gesprächen Gewissheit zu zwei Punkten:

  1. Ein neues Produkt muss ansprechend gestaltet sein. Das Design muss passen, damit der Kunde für den ersten Kauf ins Regal greift.
  2. Für den erneuten Kauf zählt vor allem der Geschmack. Viele Menschen kaufen die Produkte erneut, die ihnen geschmeckt haben.

Prototypen und Markenschutz

Also haben wir uns im nächsten Schritt auf das Design fokussiert. Wir wollten im Design der DUBBEDOS eine Verbindung mit der Pfalz und dem Wein herstellen. Für uns sollten sich darin Attribute wie Genuss und Herzlichkeit, aber auch die kultige Identität des Dubbeglases wiederfinden. Nach mehreren Runden mit unserem Designer hatten wir einen Entwurf, der uns zusagte. Aber auch hier steht wieder die Frage: gefällt das auch potentiellen Kunden?

Erneut gilt hier der Grundsatz: weg vom Schreibtisch, raus zu den Kunden und das mit möglichst konkreten Prototypen. Klar, ein Design lässt sich theoretisch mit Hilfe von PowerPoint darstellen, aber wenn der Kunde eine entsprechende Dose in der Hand hält, wird das Feedback im wahrsten Sinne „griffiger“. Also haben wir mit Hilfe von transparenter Folie Prototypen unserer Dosen entwickelt und uns erneut Meinungen eingeholt.

DUBBEDOS Design Prototypen

Nachdem das Design geklärt war, führte uns der nächste Weg zum Anwalt. Genauer gesagt zu einem Anwalt für Marken- und Patentrecht. Dieser hat uns dabei unterstützt, unsere neue Marke beim Deutschen Marken- und Patentamt schützen zu lassen. Der Prozess ist nicht aufwendig und bietet Sicherheit. Denn gerade für ein Startup besteht das Risiko, dass das eigene Produkt imitiert wird und der Verbraucher am Ende nicht mehr weiß, von wem die leckere Weinschorle kommt.

Mehr zu den Themen „Kunden verstehen“ und „Prototypen entwickeln“ findet ihr im ersten Abschnitt unseres Buchs HENDRIK, WIR BRAUCHEN WAS NEUES! ab der Seite 58. Dort sind viele Beispiele und praktische Templates, mit denen auch ihr für eure Produktentwicklung direkt loslegen könnt.

Nicht zu formal werden – wir brauchen Sprints, aber kein Daily

Aber zurück zu den agilen Werkzeugen. Die Gespräche mit Kunden, die Entwicklung des Designs, die Zusammenarbeit mit dem Anwalt sowie die Recherchen nach den richtigen Partnern – all das waren Themen, bei denen man leicht die Orientierung verlieren und sehr viel Zeit investieren kann. Also haben wir uns für Sprints entschieden, wie man sie von Scrum kennt. In unserem Fall sind wir in eine wöchentliche Taktung gegangen und haben immer zu Beginn der Woche definiert, welche konkreten Ergebnisse wir bis zum Ende der Woche erreichen wollen. Die Aufgaben haben wir entsprechend in Trello abgebildet und jeder hat sich „seine“ Päckchen geschnappt und diese erledigt.

Auf ein Daily haben wir hierbei übrigens verzichtet. Wir haben uns ohnehin jeden Tag am Telefon oder in unserem Chat gehört, sodass wir jederzeit die Transparenz zum aktuellen Stand hatten und auf ein festes Zeitfenster im Sinne eines Daily Standup-Meetings gut verzichten konnten.

Nächste Woche geht´s weiter. Dann berichte ich über folgendes Thema: Früh verproben – wie geht man vor, um möglichst viel Sicherheit ins Geschäftsmodell zu bringen?

Die DUBBEDOS im findet ihr unter https://www.dubbedos.de oder folgt ihr in Instagram (https://www.instagram.com/dubbedos.de).


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